Schweißfachingenieur

Beruf als

Benötigte Ausbildung

abgeschlossenes Studium in einer technischen Fachrichtung

  • Work-Life Balance:
  • Einstiegsgehalt:

3500,00 - 4500,00 €

  • Spitzengehalt:

9000,00 €

  • Ø Bewerber pro Stelle:
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Jobprofil: Was macht ein Schweißfachingenieur?

Der Schweißfachingenieur – kurz SFI oder IWE (International Welding Engineer) – ist für Schweißarbeiten an Maschinen und Konstruktionen verantwortlich. Es könnte sich um Industrieanlagen, Chassis oder Brücken handeln.

Dabei hat er vielfältige Aufgaben zu erledigen: Er überblickt die Rahmenbedingungen eines Projekts, wählt geeignete Techniken aus und überwacht die Schweißvorgänge.

Als Verantwortlicher plant und überwacht der SFI alle Arbeitsschritte ab der Vorbereitung bis hin zur endgültigen Montage. Er kontrolliert die Durchführung der Arbeitsschritte und die Qualität der Schweißtechnik.

Die Arbeitsorte können Werkshallen, Pipelines, Ölplattformen oder andere industrielle Freigelände sein.

Die Herausforderungen sind ebenfalls groß, denn zur Tätigkeit gehören auch planerische Aufgaben. Dabei sind viele Arbeitsschritte nacheinander durchzuführen. Die Projekte erstrecken sich vielfach über längere Zeiträume, sodass sich der Arbeitsalltag in diesen Phasen nicht ändert, jedoch bei neuen Projekten anders ausfallen wird.

Arbeitgeber

Die Arbeitgeber können unterschiedlichste Unternehmen sein – ein internationaler Konzern ebenso wie ein deutsches KMU. Sie können aus vielen Branchen stammen.

Im Baugewerbe ist der Schweißfachingenieur an der Errichtung von Brücken und Wolkenkratzern beteiligt, im Automotive-Bereich an Karosserien. In großen Industrieanlagen werden riesige Tanks und Rohrleitungssysteme geschweißt.

Auch Tankstellen oder Hotels könnten Auftraggeber sein, ebenso Firmen der Luft- und Raumfahrttechnik.

Wenn das Projekt zum Beispiel die Fertigung einer industriellen Anlage ist, wird der Schweißfachingenieur vor dem Projektbeginn die Produktnormen überprüfen und Basisdaten abklären. Dabei informiert er sich über die Anforderungen an die Anlage, die Leistungsparameter und die Arbeiten, die sie nach der Fertigstellung verrichten muss. Er evaluiert die Werte zur geforderten Festigkeit und Korrosionsbeständigkeit und wählt auf dieser Basis geeignete Werkstoffe aus, deren Eigenschaften er eventuell vorab im Labor überprüft.

Dann wählt er passende Schweißverfahren aus. Dabei spielen die Formen, Maße und Zahlen der Schweißnähte eine Rolle. Er muss die Nahtqualität beachten und gleichzeitig wirtschaftlich denken. Vor dem Beginn der Schweißarbeiten muss er technische Spezifikationen genaue festlegen. Diese betreffen die Vorbereitung des Schweißens, die Ausführung, die Nachbehandlung und die Überprüfung.

Daher arbeiten Schweißfachingenieure auch vielfach im Büro, wo sie am PC Daten prüfen und per Telefon und E-Mail mit Technikern und Kunden kommunizieren. Während der Produktion plant der Schweißfachingenieur die Arbeitsabläufe, überprüft die Arbeitsschritte, überwacht die Schweißarbeiten und kontrolliert permanent die Qualität.

Er kooperiert mit anderen Abteilungen und führt Dokumentationen durch. Beim Schweißen von Anlagen ist der Schweißfachingenieur vor Ort.

Voraussetzungen

In der Regel durchlaufen Schweißfachingenieure eine Ausbildung als Schweißer, die sie mit der entsprechenden Prüfung beenden.

Solche Prüfungen kann unter anderem die SLV abnehmen (Schweißtechnische Lehr-/Versuchsanstalt), die der GSI untersteht (Gesellschaft für Schweißtechnik-International mbH). Diese gemeinnützige GmbH sorgt unter anderem für einheitliche Standards in der Ausbildung.

Auf internationaler Ebene sorgt die DVS-IIW für einheitliche Standards, die Prüfung wird nach DIN EN ISO 9606 bzw. DIN EN 287 abgenommen. Schweißer müssen die entsprechenden Normen beherrschen.

Der Schweißfachingenieur hat dann eine Hochschulausbildung durchlaufen, die als Zusatzausbildung zu Ingenieurstudiengängen mit Bachelor- oder Masterabschluss angeboten wird.

Diese Ausbildung kann an einer Fachhochschule oder Universität stattfinden. Sie kann auch ohne praktische Berufserfahrung absolviert werden, doch die meisten Teilnehmer waren vorher Schweißer.

Auch Fernlehrgänge mit dem Abschluss als SFI werden angeboten. Die Kosten liegen zwischen rund 5.500 bis 6.500 Euro, viele Arbeitgeber übernehmen sie.

Karrierechancen

Da Schweißfachingenieure an vielfältigen Prozessen beteiligt sind, können sie sich spezialisieren. Spezialbereiche wären unter anderem:
Konstruktion

  • Planung
  • Qualitätskontrolle
  • Teamleitung
  • Instandhaltung

Vor allem größere Unternehmen bieten solche Spezialisierungen an, weil die entsprechenden Teilbereiche umfangreich sind und in große Projekte viele Fachleute einbezogen werden, die jeweils einen Teilabschnitt verantworten. Mit einer Spezialisierung wird der Schweißfachingenieur nicht mehr – wie oben dargestellt – den gesamten Prozess eines Projekts begleiten.

Eine besondere Spezialisierung ist der FuE (Forschung und Entwicklung), denn es werden ständig neue Schweißverfahren für neue Werkstoffe und/oder für bessere Ergebnisse erforscht. Dieses Feld ist sicher sehr interessant und bietet erstrebenswerte und attraktive Karrieremöglichkeiten.

Tipps für die Bewerbung

Wichtige Skills für den Beruf sind:

  • Fachwissen zu Werkstoffeigenschaften
  • Kenntnis aller Schweißverfahren
  • Kenntnis der nationalen und internationalen Normen
  • idealerweise praktische Schweißerausbildung
  • ingenieurstechnisches Grundlagenwissen (unter anderem Werkstoffkunde, Statik etc.)
  • Führungs-, Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Belastbarkeit
  • gute Selbstorganisation
  • Flexibilität

Jobangebote und ähnliche Berufe

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