Kraftwerker Berufsbild

Beruf als

Benötigte Ausbildung

berufliche Weiterbildung

  • Work-Life Balance:
  • Einstiegsgehalt:

2800,00 €

  • Spitzengehalt:

5400,00 €

  • Ø Bewerber pro Stelle:
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Was macht ein Kraftwerker*?

Kraftwerker arbeiten fast ausschließlich unbemerkt für uns Außenstehende. Ihre verantwortungsvolle Tätigkeit wird erst sichtbar, wenn der Strom ausfällt oder ein Heizkraftwerk nicht mehr die dringend benötigte Wärme an seine Endkunden liefert.

Kraftwerker sind die Fachleute, die für den kontinuierlichen, unterbrechungsfreien und sicheren Betrieb dieser Energieproduzenten sorgen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um ein Strom oder Wärme erzeugendes Unternehmen handelt. Die übergroße Mehrzahl ist jedoch im Bereich der Stromproduzenten angesiedelt.

Als Kraftwerker sorgen Sie dafür, dass alle Turbinen die jeweils benötigte Menge Strom in die Versorgungsnetze einspeisen. Diese ist in den Tag- und Nachtstunden erheblichen Schwankungen ausgesetzt, aber jedes Stromnetz funktioniert nur zuverlässig, wenn sich die Einspeisung mit Strom in einem ausgewogenen Zustand befindet. Um das sicherzustellen, arbeiten Kraftwerker an Leitständen, an denen sie alle Aggregate ständig im Blickfeld behalten.

Sie benötigen eine Top-Ausbildung, aber auch kühlen Kopf, wenn Maschinenstörungen zu einem Ausfall führen. Sie sind aber auch die Ersten, die erfahren, wenn anderswo ein Kraftwerk ausgefallen ist und sie die Leistung ihres Kraftwerkes als Ergänzung entsprechend zum Ausgleich hochfahren müssen.

Kraftwerker müssen sich aber auch in allen technischen Besonderheiten ihres Unternehmens auskennen, denn bei Störungen sind sie als Erste vor Ort. Sie überwachen permanent die wichtigsten Parameter wie

  • Kühlmitteltemperatur,
  • Turbinendrehzahl,
  • Heizwerte oder
  • die Temperatur in Dampfkesseln.

In unseren Zeiten moderner Elektronik erkennen sie diese Messwerte zwar am Leitstand, und es erfolgt eine erkennbare Signalisierung bei Störungen. Sie müssen jedoch in möglichst kurzer Zeit deren Ursache ermitteln können und die notwendigen Schritte einleiten.

Dieses Aufgabengebiet ist nicht nur spannend und anspruchsvoll. Es bildet die Grundlage dafür, dass Produktionsbetriebe nicht stillstehen, Züge und Nahverkehrsmittel fahren, der Bäcker das Brot backen kann, unser Smartphone nachgeladen wird und Unzähliges andere mehr. Deshalb benötigen Kraftwerker eine fundierte Ausbildung und dürfen erst eigenständig arbeiten, wenn sie über ausreichende Erfahrung verfügen.
Die Weiterbildung zum Kraftwerker ist zweigeteilt.

Der erste Teil besteht in aller Regel in vier Monaten Vollzeitunterricht, der von Energieversorgungsunternehmen für interessierte Mitarbeiter übernommen wird. Während dieser Zeit werden Fächer wie Mathematik, Physik, Chemie und Umweltschutz unterrichtet, aber auch Problemsituationen am Simulator durchgespielt. Den zweiten Teil bilden die nachfolgende einjährige Berufspraxis sowie ein gelenktes Praktikum über die Zeitdauer von 27 Monaten.

Welche Voraussetzungen benötigen Sie als Kraftwerker?

Dieser Beruf basiert auf einer Weiterbildung. Dies deutet zwar zunächst darauf hin, dass offensichtlich kein spezieller Lehrberuf erforderlich wäre, und das führt häufig zu Irrtümern. Ihre beruflichen Vorerfahrungen bringen Kraftwerker vielmehr aus ihrem vorhergegangenen beruflichen Werdegang mit. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass der Beruf des Kraftwerkers m/w nicht gleich nach Abschluss der Schulzeit erlernt werden kann.

Kraftwerker stammen aus verschiedenen Berufen, die vor allem in den Bereichen

  • Mechatronik,
  • Anlagenelektronik,
  • Elektromechanik,
  • Elektroinstallation sowie
  • Industriemechanik

angesiedelt sind. Diese Ausbildung muss in einer erfolgreich absolvierten Abschlussprüfung geendet haben, und erstrebenswert ist eine bereits mehrjährige Berufserfahrung. Bei entsprechenden Vorkenntnissen kann die Prüfung zum Kraftwerker zwar auch sofort erfolgen.

In aller Regel jedoch ist eine mindestens dreijährige praktische Arbeit in einem Kraftwerk erforderlich. Um die zweigeteilte Prüfung bestehen und anschließend als Kraftwerker den Anforderungen gerecht werden zu können benötigen Sie solide Kenntnisse in der Mathematik und Physik.
Unabhängig von diesen fachlichen Voraussetzungen müssen Sie die Bereitschaft zum Schichtdienst aufweisen und über ein gereiftes Verantwortungsbewusstsein verfügen.

Was verdient ein Kraftwerker?

Die Entlohnung von Kraftwerkern ist entsprechend ihrer gestiegenen Verantwortung relativ ansehnlich. Zwar sind auch in diesem Beruf die regionalen Unterschiede erheblich. Aber auch in strukturschwachen Regionen erzielen Sie ein attraktives Einkommen.

Als durchschnittliches Einstiegsgehalt gelten 2800 € brutto. Alle weitere Entwicklung steht im direkten Zusammenhang mit Ihrer Berufserfahrung und Ihrer Eignung besonders in Problemsituationen. Erfahrene Kraftwerker erzielen im Spitzenverdienst derzeit bis zu 5400 € brutto.

Einstiegschancen

Um die Problematik gleich vorwegzunehmen – viele Bewerber m/w lassen sich von der attraktiven Entlohnung zunächst verführen. Sie ziehen ihre Bewerbung erst zurück, wenn sie sich ihrer zukünftig enorm hohen Verantwortung vollständig bewusst geworden sind.

Hinterfragen Sie sich deshalb zunächst selbst, ob Sie alle unter „Voraussetzungen“ aufgeführten Aspekte für sich positiv beantworten können. Ist dies der Fall, stehen die Einstiegschancen nicht schlecht. Der Energiemarkt wächst ständig, und neue Technologien in den Kraftwerken erfordern immer wieder neues, gut geschultes und verantwortungsbewusstes Personal.

Arbeitgeber: Wer stellt Kraftwerker ein?

Hinsichtlich der Struktur von Kraftwerken gibt es zwei grundlegende Unterschiede. Viele von ihnen werden direkt von großen Energieversorgungsunternehmen betrieben, andere wieder führen die Herstellung von Strom als eigenständige Erzeuger aus. Dementsprechend kommen als einstellende Unternehmen infrage:

  • große Energieversorger,
  • große Energieversorger,
  • Stadtwerke sowie
  • Kraftwerksbetreiber
  • Industrieunternehmen mit eigenem Kraftwerk

Welche Karrierechancen haben Kraftwerker?

Der Beruf des Kraftwerkers ist eine in sich geschlossene Form der Weiterbildung. Wenn Sie auf dieser Stufe stehenbleiben wollen, besteht Ihre Karriere lediglich in einer kontinuierlich besseren und attraktiven Entlohnung.

Sie können sich aber auch weiterentwickeln und nach einigen Jahren der Berufspraxis Führungsaufgaben im Kraftwerk übernehmen. Immer wieder neue Kraftwerkstechnologien, neue Komponenten der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, aber auch der Einsatz erneuerbarer Energien verlangen nach qualifiziertem Führungspersonal. Wenn Sie bereit sind, neben Ihrer beruflichen Arbeit regelmäßig an den entsprechenden Seminare teilzunehmen, steht einer leitenden Position schließlich nichts im Wege.

Für ein Studium benötigen Sie zwar eigentlich eine Zugangsberechtigung, beispielsweise ein Abitur oder Fachabitur. Wenn Sie jedoch bereits mehrjährige Berufserfahrung als Kraftwerker nachweisen können, zählt auch dieses häufig als Basis für ein Ingenieurstudium. Infrage kommen Studiengänge im Bereich Elektrotechnik oder Maschinenbau.

Wussten Sie schon…, dass

  • es in Deutschland mehr als 1000 Kraftwerke gibt, die elektrischen Strom erzeugen? Sie alle benötigen Kraftwerker.
  • unser Stromnetz als europaweites Verbundnetz aufgebaut ist. Das ist notwendig, um den riesigen Energiebedarf aller beteiligten Länder zu decken. Es dient aber auch dem Ersatz, wenn anderswo ein Kraftwerk ausfällt. Dann springt das nächstgünstige Kraftwerk ein, um das Energienetz im ausgewogenen Verhältnis betreiben zu können. Sie arbeiten als Kraftwerker demnach auch länderübergreifend.

Ähnliche Berufe

Wie bereits oben erwähnt, stellt die Weiterbildung zum Kraftwerker ein in sich geschlossenes System dar, welches sich nicht in anderen Branchen umsetzen lässt. Sie haben jedoch die Möglichkeit, sich als Kraftwerksmeister zu qualifizieren. Dazu zählen:

  • Kraftwerksmeister Fachrichtung Maschinentechnik/Kerntechnik – hierbei sind Sie auf den Betrieb und die Sicherheit von Kernkraftwerken spezialisiert.
  • Kraftwerksmeister Fachrichtung Produktion Elektrotechnik/Leittechnik – hierbei sind Sie für den Betrieb konventioneller Kraftwerke zuständig. Sie leiten den Betrieb der Anlagen und sind für die Ermittlung und Beseitigung von technischen Störungen zuständig. Sie dürfen Weiterbildungen leiten und Lehrlinge ausbilden.
  • Staatlich geprüfter Techniker Fachrichtung Elektrotechnik – hierbei planen und entwickeln Sie Komponenten der Energie- und Energieverteiltechnik. Sie sind für deren Wartung und Reparatur zuständig.

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