Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Beruf als

Benötigte Ausbildung

3jährige schulische Ausbildung an Berufsfachschulen für Krankenpflege

  • Work-Life Balance:

55 h

  • Einstiegsgehalt:

2700,00€

  • Spitzengehalt:

3300,00€

  • Ø Bewerber pro Stelle:

2

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Was macht ein Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger *?

Der Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger ist die neue Orientierung des bekannten Berufs der „Krankenschwester“, allerdings mit Spezialisierung auf Säuglinge, Kinder und Jugendliche. Dabei werden gewisse Untersuchungen selbstständig ausgeführt, andere nur nach Anweisung des Arztes. Außerdem assistieren die Gesundheits- und Krankenpfleger bei Behandlungen und Untersuchungen und sind für deren Dokumentation verantwortlich. Eine Neuausrichtung der Ausbildung des Berufes tritt 2020 in Kraft. 

Arbeitsalltag

Säuglinge und Kinder jeden Alters müssen beobachtet und betreut werden, wenn sie sich in deren Obhut befinden. Üblicherweise sind das stationäre Einrichtungen wie Krankenhäuser, aber auch im ambulanten Bereich sind die Fachleute tätig, beispielsweise als Assistenz in einer Kinderarztpraxis. 

Im stationären Bereich sind sie dafür zuständig, die Patienten zu waschen und zu pflegen, wozu auch das Wickeln der Kleinkinder gehört. Sie wechseln Verbände und verabreichen die angeordneten Medikamente. Bei entsprechender Ausbildung assistieren sie auch bei Operationen. 

Eine besondere Verantwortung haben die Gesundheits-und Kinderkrankenpfleger, weil sie die kleinen Patienten auch trösten und für sie da sein müssen. Sie sollten sich weiterhin die Zeit nehmen, diese zum Spielen zu animieren oder die Bezugsperson kurzzeitig zu ersetzen. Zudem beraten sie die Eltern bzw. andere Erziehungsberechtigte, und zeigen ihnen spezielle Pflegemaßnahmen. 

Es obliegt ihnen, je nach Arbeitsbereich, die anstehenden Aufgaben zu koordinieren oder auch eine Praxis zu organisieren. Sie wirken bei der Pflegeplanung mit und ermitteln Patientendaten, führen sämtliche Patientenaktien, in die sie ggf. auch Beobachtungen eintragen. Das ist vor allem bei kleinen Kindern wichtig, die sich noch nicht artikulieren können. Außerdem gehört es zum Beruf, an Konzepten und Maßnahmen der Qualitätssicherung mitzuwirken. Im Bereich der Kinder ist zudem eine besondere Sensibilität angebracht. 

Die Pfleger müssen die Speisen und Getränke austeilen und ggf. bei der Aufnahme der Nahrungsmittel helfen. Es sind Nachwachen durchzuführen und eventuell mit Verstorbenen umzugehen, Patienten psychosozial zu betreuen und auch präventiv tätig zu sein. Es kann auch eine Überwachung pflegerischer Maßnahmen zu Hause dazugehören. 

Die Arbeit kann:

  • Stationär sein
  • Ambulant
  • Hausbesuche beinhalten
  • Auf Säuglinge ausgelegt sein (Geburtshäuser etwa)
  • Auf Praxen von Kinderärzten bezogen sein
  • Auch speziell für Jugendliche ausgerichtet sein

Die Voraussetzung

Um in diesem Beruf zu arbeiten, müssen Sie die dreijährige Ausbildung zum „Gesundheits-und Kinderkrankenpfleger“ absolvieren. Diese endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung. Die Ausbildung an Berufsfachschulen ist bundesweit einheitlich geregelt. 

Für die Lehre sollte ein mittlerer Bildungsabschluss vorliegen. Auch ein Hauptschulabschluss in Verbindung mit einer anderen Berufsausbildung ist möglich. Diese hat idealerweise in der Gesundheits-und Kranken- bzw. Altenpflege stattgefunden. 

Außerdem ist es wichtig, ein ärztliches Attest über die gesundheitliche Eignung vorzulegen. Manche Schulen verlangen ein Vorpraktikum. Einige der Berufsfachschulen sind konfessionsgebunden und verlangen daher eine entsprechende Zugehörigkeit. 

Die Kriterien, nach denen die Bewerber ausgesucht werden, sind verschieden. Teilweise wird Wert auf gute Noten in den Naturwissenschaften gelegt; in anderen Schulen verlangt man eine gewisse Durchschnittsnote auf dem letzten Zeugnis. 

Besonders gern gesehen sind gute Noten in Fächern wie

  • Deutsch
  • Biologie
  • Chemie
  • Physik
  • Mathematik
  • Ethik
  • Latein

Der Zugang zum Beruf ist reglementiert. Man muss die o.g. Ausbildung absolviert haben und entsprechende Berufserlaubnis vorlegen können (Krankenpflegegesetz). Diese beantragen Sie bei der zuständigen Landesbehörde. Da zum Beruf der Umgang mit Minderjährigen gehört, kann ein erweitertes Führungszeugnis verlangt werden. 

Gehalt: Das verdienen Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

  • Ausbildungsvergütung zwischen etwa 1.100 Euro und etwa 1.300 Euro brutto monatlich
  • Einstiegsgehalt für Fachkräfte etwa ab 2.700 Euro brutto 
  • Gehalt mit Berufserfahrung etwa bei 3.300 Euro brutto monatlich.

Natürlich variiert das Gehalt je nach Arbeitgeber und Verantwortung sowie Berufserfahrung. 

Die Einstiegschancen als Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger

Die derzeitigen Einstiegschancen sind sehr gut. Denn ausgebildete Fachkräfte der Branche werden deutschlandweit gesucht. 

Wenn Sie eine Stelle gefunden haben, können Sie auch zwischen ambulanter und stationärer Pflege wechseln. So erreicht man, dass neue Arbeitsaufgaben getestet werden können. Derzeit werden in allen diesen Bereichen die Fachkräfte gern genommen. 

Arbeitgeber

Potenzielle Arbeitgeber gibt es in verschiedenen Ausrichtungen. So zum Beispiel:

  • Krankenhäuser, die Stationen für Kinder haben
  • Kinderkliniken
  • Kinderheime 
  • Facharztpraxen für Kinder 
  • Ambulante Pflegedienste 
  • Rehakliniken mit Stationen für Kinder
  • Pflegeheime für Kinder
  • Kliniken für Mutter-Kind-Kuren
  • Kurzzeitpflegeeinrichtungen
  • Ambulante soziale Dienste

Diese Karrierechancen gibt es

Haben Sie sich zum Gesundheits-und Kinderkrankenpfleger ausbilden lassen und einige Zeit diesem Job gearbeitet, können Sie diverse Weiterbildungsangebote in Angriff nehmen. Es gibt eine Reihe von Qualifizierungsmaßnahmen. Dies kann beispielsweise sein:

  • Gesundheitserziehung
  • Beratung
  • Hygiene
  • EDV und Organisation. 

Außerdem steht die Weiterbildung zum Fachkinderkrankenpfleger offen. Dabei geht es um bestimmte Krankheitsbilder, auf die speziell ausgebildet wird. 

Beispiele hierfür sind

  • Onkologie
  • Psychiatrie
  • Nephrologie

Eine Weiterbildung in anderer Richtung kommt ebenfalls in Betracht als Fachwirt oder Betriebswirt. Hier gibt es verschiedene Fachgebiete.

  • Management im Gesundheitswesen
  • Krankenpflege
  • Gesundheitswesen und Management

Damit können Sie in den Bereichen Organisation und Verwaltung eine Karriere starten. 

Auch eine Weiterbildung zum Stationsleiter ist möglich. Diese überwachen Abläufe und koordinieren Dienstpläne, sind Ansprechpartner für Ärzte und Angehörige. Mit diesem Job ist viel Verantwortung verbunden; daher ist eine große Berufserfahrung von Nutzen. 

Eine weitere Möglichkeit ist ein Studium. Eventuell möchten Sie noch Medizin studieren, um selbst Arzt zu werden? Aber es gibt auch andere interessante Studiengänge, wie Pflegemanagement oder Gesundheitswissenschaften. 

Dies ist in der Bewerbung erwähnenswert

Einige Eigenschaften sind im Beruf besonders gefragt und daher auch in einer Bewerbung erwähnenswert. Dies sind beispielsweise:

  • Psychische Stabilität
  • Gute körperliche Konstitution
  • Verschwiegenheit
  • Empathie und Einfühlungsvermögen
  • Kontaktfähigkeit
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Sorgfalt 
  • Verantwortungsbewusstsein

Diese Fachbegriffe kommen vor

Wer Lateinunterricht hatte, tut sich im Beruf leichter, da Medikamente und Co üblicherweise lateinische Bezeichnungen tragen. Darüber hinaus gibt es aber eine Reihe von üblichen Fachbegriffen, wie beispielsweise:

  • Anamnese – Vorgeschichte des Patienten bzw. vorangegangener Krankheiten
  • Vitalzeichen – Sammelbegriff für Körpertemperatur, Blutdruck und Puls

*Hinweis: Für ein besseres Lesegefühl wird in diesem Text ausschließlich von „Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger“ gesprochen, dies schließt natürlich alle Geschlechter mit ein.

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